Ohrkerzenbehandlung

Feuer hat die Menschen schon von Beginn an fasziniert. Daher ist die Ohrkerze als gutes Naturmittel in vielen verschiedenen Kulturen bekannt.

Hopi Indianer

Einige Ureinwohner in Amerika aus dem Stamm der Hopi Indianer hielten die Tradition der Ohrkerzen lebendig. Sie leben in einem Reservat im Nordosten Arizonas

Hopi heißt übersetzt: die „Friedfertigen“. Dieser Stamm machte die Ohrkerzentherapie erstmals im Westen bekannt.

Ohrkerzen haben sich aus der Nutzung von Feuer, Wärme, Rauch und Kräutern entwickelt, die bereits jeweils für sich alleine eine heilende Wirkungen haben.

Element Feuer:

bedeutet Licht und Wärme

Wir benutzen es zum kochen,

Die Schamanen glauben, dass Feuer den Teil in uns „in Rauch aufgehen“ läßt, der für uns nicht mehr nützlich ist

Wärme und Kälte werden schon sehr lange als Heilmittel eingesetzt. Sie lindern Schmerzen in Muskeln oder in den Ohren und Kälte wirkt bei entzündlichen Prozessen lindernd.

Wissenschaftlich regt Wärme den Kreislauf an und unterstützt somit den Heilungsprozess

Wissenschaftlich wurde auch nachgewiesen, dass durch das Räuchern:

Negative Ionen werden gefördert- sie sorgen für Wohlbefinden und Energie, wie in der Nähe eines Wasserfalls

Positive Ionen werden reduziert – sie machen träge und sind beispielsweise in der Nähe von Hochspannungsmasten spürbar

Die Ohrkerzenbehandlung gehört zu den komplementären Methoden.

Komplementär = keine Diagnose oder Heilung einer Krankheit

Gleichzeitig mit schulmedizinischen Behandlungen genutzt, um Nebenwirkungen und Streß zu reduzieren, steigern das Wohlbefinden

Alternativ = Chiropraktik, Akupunktur, Osteopathie, Homöopathie

Eigener diagnostischer Ansatz, in bestimmten Fällen anstelle der Schulmedizin

Körperliche Wirkung der Ohrkerzen:

Durch die hohle Röhre der Kerze ensteht im Zentrum eine Luftsäule. Nach dem Anzünden der Kerze wird diese Luftsäule erwärmt. Beim Herunterbrennen der Kerze erwärmt sich die obere Luft. Die aufsteigende Luftsäule produziert durch den Kamineffekt unten in der Kerze eine sehr sanfte Saugwirkung, die dazu beiträgt, verfestigtes Ohrenschmalz zu lösen.

Gleichzeitig verdampfen das Bienenwachs und weitere Bestandteile. Diese teils leicht öligen Bestandteile machen einen Teil der Luft im Inneren der Kerze schwerer und lassen diese schwerere Luft in den Gehörgang sinken. Durch die sich entwickelnde Hitze entstehen Druck-+ sanfte Schallwellen, die das Trommelfell massieren. Selbst die leichteste Bewegung des Trommelfells wird ins Mittel- und Innenohr übertragen, somit erhalten alle Ohrstrukturen eine sanfte Massage. Da Ohr, Nase, Nebenhöhlen und Rachen miteinander verbunden sind, kommt es im Ohr und in den gesamten oberen Atemwegen zu einer Regulierung und einem Druckausgleich. Die Benutzer beschreiben häufig eine beruhigende, erleichternde Empfindung im Ohr und im Kopfbereich, da die Nebenhölen drainiert und gereinigt werden. Oft beobachtet der Behandelte eine freiere Nasenatmung und einen verbesserten Geruchsinn sowie ein wunderbares Gefühl der Entspannung.

Das intakte Trommelfell verhindert, dass die Dämpfe weiter als bis ins äußere Ohr gelangen. Es entsteht kein Vakuum, denn sonst könnte der Behandelte nicht das zischende Geräusch der herunterbrennenden Inhaltsstoffe wahrnehmen. Vakuum könnte zudem das Trommelfell schädigen.

Es wird weder Ohrenschmalz noch etwas anderes aus dem Gehörgang „gesaugt“, da die Saugwirkung nur sehr leicht ist.

Lokale Wärmeanwendung:

Sie regt die Durchblutung an, kräftigt das Immunsystem und verstärkt den Lymphfluss

Die Wärme in Kombination mit den befeuchteten Wirkungen der Dämpfe trägt dazu bei, verfestigtes Ohrenschmalz zu erweichen und zu lösen, das bis zu 48 Stunden nach der Behandlung heraus fällt.